Entwicklungspolitisches Engagement

ist für mich immer verbunden mit dem Versuch, "etwas" zu ändern, was in der Praxis auf Grund eigener Erfahrungen vor Ort im sich entwickelnden Land nicht funktioniert.

Zunächst waren es die eigenen Fehler: Als eigene Irrwege erkannt und weitgehend korrigiert waren, stellte ich fest, dass ich diese Irrwege mit vielen – auch staatlichen – "Hilfswilligen" teilte. Diese orientier(t)en sich zumeist an den offiziellen Vertretern der sich entwickelnden Staaten und allenfalls an Führern der Zivilgesellschaft, aber kaum an den Menschen an der Basis.

Der eigene Lernprozess verdeutlichte z. B. auch:

Einzelmaßnahmen waren und sind grundsätzlich problematisch, wenn dahinter kein sinnvolles Gesamtkonzept steht. Punktuelle Maßnahmen sind außerdem häufig überdimensioniert und ersticken örtliche Eigeninitiative. Außerdem fördern sie Korruption.

Sinnvoll erscheinen mir in der Praxis – wenn überhaupt – nur solche Einzelmaßnahmen, die "unten" an der Basis ansetzen, die von dieser Basis gewollt, getragen und verantwortet werden. Folglich sind dies häufig kleine und kleinste Starthilfen, die mit öffentlichen Mitteln nicht finanzierbar sind. Sie sind zu aufwendig für staatliche Verwaltungs- und Genehmigungsstrukturen.